Was du selbst noch nicht über den Boho-Trend wusstest – Bohème Herkunft

Was du selbst noch nicht über den Boho-Trend wusstest – Bohème Herkunft
Januar 11, 2020 MahukaAdmin

Was du selbst noch nicht über den Boho-Trend wusstest – Bohème Herkunft

Durch Plattformen wie Instagram oder Pinterest wird das „Boho sein“ immer bekannter und liegt voll im Trend. Doch was ist Boho überhaupt? Die einen verbinden es mit einem bestimmten Outfit-Look oder einem gemütlichen Einrichtungsstil mit viel Holz und Zimmerpflanzen. Es ist jedoch nicht nur ein äußeres Erscheinungsbild, sondern viel mehr als das.

Um das genauer zu verstehen soll es in diesem Beitrag um die ursprüngliche Herkunft des Begriffs Bohème sowie der Bewegung und um das Leben eines Bohème gehen. Der Begriff Bohème stammt aus dem 15. Jahrhundert und bezeichnete die aus Böhmen kommenden Roma. Eine ganze Weile war Bohème eine abwertende Bezeichnung für Personengruppen, die unordentliche Sitten betrieben und keine ethnische Zugehörigkeit fanden. So wurden „das fahrenden Volk“ sowie Prostituierte als Bohème bezeichnet.

Mit der Romantik erfuhr der Begriff Bohème eine Aufwertung und galt als Selbstbezeichnung von Künstlern mit unbürgerlichem Selbstverständnis. Seit 1860 wurden somit auch in Deutschland intellektuelle Randgruppen wie z.B. unbürgerliche Künstler- und Autorengruppen als Bohème bezeichnet. Sie lehnten bürgerliche Werte und Normen ab und strebten nach ihrer Identitätsfindung, Selbstverwirklichung und kreativen Freiheit. Der Grund für die Ablehnung war die überlieferte Charakteristik des Bürgers, welche Kunstfeindlichkeit, Dummheit, Gewinnsucht usw. beinhaltet. Diese Ablehnung bzw. diese Lebensweise verbreitete sich damals schnell unter Studenten, die die Gesellschaft und Kultur kritisierten und das „Künstlerdasein“ leidenschaftlich auslebten.

Das Leben eines Bohéme

Das Leben eines Bohèmes war von Individualismus geprägt, welches durch den Willen der Abweichung gegenüber der Gesellschaft gekennzeichnet war. Eine Mehrzahl der Bohémiens gehörten einem Bohèmekreis an. Sie trafen sich in speziellen Cafés oder Kabaretts und setzten sich intellektuell auseinander, hielten Lesungen oder betranken sich. Das öffentliche Café galt dabei als häufiger Treffpunkt, denn dort konnten die Bohémiens ihre symbolische Aggression gegenüber dem Bürgertum auslassen. Ein weiterer Grund dafür waren die unbeheizten Wohnverhältnisse des Bohémes, denn er sträubte sich bürgerliche Arbeit nachzugehen und bevorzugte somit günstige Stadtviertel indem viele Künstler und Studenten lebten und Ateliers, Akademien und Lokale sind. Somit waren viele Bohéme von der Armut betroffen und lebten das Ideal eines einfachen Lebens, indem sie die Kunst als etwas göttliches ansahen.

Die Anfänge von Boho als Modestil

Die Anfänge des heute bekannten Modestil Boho Chic etablierte sich zu Zeiten des ersten Weltkrieges und konnte das Tragen des Korsetts verdrängen. Einige Frauen, die in Fabriken arbeiteten, fingen damit an Hosen und BH’s zu tragen. So wurde zu der Zeit die Notwendigkeit, am Material zu sparen, zu einem Statement der Freiheit junger Frauen, denn sie trugen kurze Hosen und stellten das alte Bild der Frau in den Schatten. Neben normalen Hosen trugen die Frauen auch Sportkleidung, wie z.B knielange Röcke vom Tennis, im Alltag. So erfuhr der Boho Chic im 20. Jahrhundert eine Menge Einflüsse bis dieser letztendlich dem heutigen Erscheinungsbild entspricht. Im nächsten Blogbeitrag wird es um die Entwicklung der Boho Mode und des Boho Schmucks gehen, sodass ihr Inspiration für euren eigenen Boho Stil sammeln könnt.

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